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06.03.2020  

Vereinbarung zur Gründung des Internationalen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (IRCAI) als Zentrum der Kategorie 2 unter der Schirmherrschaft der UNESCO in Ljubljana, Slowenien, unterzeichnet

Die Auswirkungen und potenziellen Folgen der künstlichen Intelligenz (KI) erweisen sich als entscheidend für die Menschheit. Als Allzwecktechnologie hat die KI das Potenzial, Gesellschaften, Wirtschaft und Politik umzugestalten. Der aggressive Einsatz der künstlichen Intelligenz gibt weltweit Anlass zur Sorge, da sie verschiedene Bereiche des menschlichen Handelns rasch verändert, die Menschheit in einen Zustand moralischer Veränderungen versetzt und viele ethische Fragen aufwirft. Um die Herausforderungen der künstlichen Intelligenz besser einschätzen und ihnen begegnen zu können, schlug die slowenische Regierung vor, ein Internationales Zentrum für künstliche Intelligenz (IRCAI) als Zentrum der Kategorie 2 unter der Schirmherrschaft der UNESCO in Ljubljana einzurichten.
Das Abkommen wurde auf Distanz vom Minister für Bildung, Wissenschaft und Sport und stellvertretenden Premierminister Dr. Jernej Pikalo und dem stellvertretenden Direktor der UNESCO, Dr. Moez Chakchouk, als Vertreter des Generaldirektors unterzeichnet. Während der Zeremonie drückte der stellvertretende Premierminister Pikalo sein Vertrauen in die Partnerschaft der Regierung mit der UNESCO aus und bemerkte: "Dieses Abkommen zwischen der UNESCO und der Regierung Sloweniens stellt eine starke Grundlage für die zukünftigen Aktivitäten von IRCAI dar und ist eine direkte Antwort auf die Herausforderungen, denen sich viele Mitgliedsstaaten im Hinblick auf neu entstehende KI-Technologien gegenübersehen. "KI kann dazu beitragen, den Weg für neue Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung zu ebnen und beim Aufbau von Wissensgesellschaften zu helfen. Dieses Zentrum steht für die gemeinsame Vision der slowenischen Regierung und der UNESCO, um die Rolle der KI für die Menschheit besser zu verstehen". 
Die Einrichtung des IRCAI wurde vom Exekutivrat der UNESCO auf seiner 206. Sitzung diskutiert und anschließend auf der 40. Sitzung der UNESCO-Generalkonferenz genehmigt, die den Vorschlag bestätigte und den Generaldirektor ermächtigte, ein Abkommen zwischen der UNESCO und der Regierung Sloweniens über die Einrichtung und den Betrieb des Zentrums zu unterzeichnen.
Das Zentrum wird nicht nur die Vorteile der KI maximieren, um die SDGs zu erreichen, sondern auch einen Multi-Stakeholder-Mechanismus beschleunigen, um die KI dem Lackmustest der ethischen, rechtlichen, offenen und politischen Herausforderungen zu unterziehen. Das Zentrum würde den Programmen der UNESCO einen einzigartigen Schwerpunkt und weitere Fachkenntnisse über KI hinzufügen, insbesondere um die Macht und die Fähigkeiten der KI in verschiedenen Kompetenzbereichen zu nutzen, indem es relevante Statistiken über KI, KI-bezogene Anwendungen und damit verbundene technologische Innovationen erstellt.
Die kürzlich erschienene Publikation "Steering AI and Advanced ICTs for Knowledge Societies" befasst sich mit der Analyse und Reflexion der KI und geht auf die Herausforderungen und Möglichkeiten der KI aus der Perspektive der Menschenrechte, der Offenheit, des inklusiven Zugangs und der Multistakeholder-Perspektive ein und befürwortet eine Steuerung, die sich sowohl von technologischem Utopismus als auch von dystopischem Denken distanziert und gleichzeitig der Rolle des menschlichen Handelns und menschenzentrierter Werte bei der Entwicklung der KI Aufmerksamkeit schenkt.
Weitere Informationen über die Arbeit der UNESCO zur menschenzentrierten KI sind unter https://en.unesco.org/artificial-intelligence erhältlich.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Bhanu Neupane (b.neupane(at)unesco.org (Link sendet E-Mail))