Generalni konzulat RS Muenchen /Wirtschaft und Tourismus /

Wirtschaft und Tourismus

Am 1. Mai 2004 trat Slowenien der Europäischen Union bei, 2007 übernahm es den Euro, wodurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit Sloweniens zusätzlich gesteigert wurde. Heute ist Slowenien ein erfolgreicher Staat mit einer guten logistischen Verkehrslage, der für ausländische Investoren von großem Interesse ist.

Die slowenische Wirtschaft wies im Jahr 2017 die dritthöchste Wachstumsrate im Euro-Raum auf - schneller als hier legte die Wirtschaftsleistung nur in Irland und Malta zu. Prognosen der EU-Kommission vom Frühjahr 2018 zufolge wird das slowenische Bruttoinlandsprodukt in den kommenden zwei jahren ein im EU-Vergleich überdurchschnittlich hohes Wachstum von 4,7 beziehungsweise 3,6 Prozent (EU27: 2,5 beziehungsweise 2,2 Prozent) vorweisen. Das Tempo wird sich im Vergleich zum besonders guten Jahr 2017 jedoch leicht abschwächen.

Getragen wird das Wachstum sowohl von der Auslands- als auch von der stärker werdenden Binnennachfrage. Slowenien profitiert von der guten Konjunktur in den wichtigsten Partnerländern in der EU. Positive Impulse gehen dank der Beschäftigungsentwicklung und der steigenden Löhne von der privaten Nachfrage aus.

Sloweniens Wirtschaft ist exportstark. Sie profitiert von der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. In den nächsten Jahren werden die Ausfuhren dank der guten Konjunktur in den wichtigsten Partnerländern weiter deutlich zulegen. Der wachsende Inlandsverbrauch wird auf der anderen Seite dazu führen, dass auch die Importe kräftig steigen und 2018/19 sogar stärker wachsen werden als die Ausfuhren. Den größten Teil des Außenhandels wickelt das Land mit der EU ab. Auf die EU-Mitgliedsländer entfielen 2017 rund 76,7 Prozent der slowenischen Exporte und 80,1 Prozent der Importe. Wichtigste Handelspartner Sloweniens sind Deutschland, Italien, Kroatien und Österreich.

Das 2017 eingesetzte hohe Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen wird in den nächsten Jahren anhalten. Nach dem hohen Minus von 3,6 Prozent im Jahr 2016 und von 1,6 Prozent 2015, was vor allem durch geringere Nutzung von EU-Geldern bedingt war, legten die Investitionen 2017 um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Für 2018 und 2019 rechnet die EU-Kommission mit einer ähnlich hohen Zunahme von 10,1 beziehungsweise 9,3 Prozent. Das ist zum Teil auf den besseren Abruf von EU-Mitteln zurückzuführen. Aber auch die hohe Kapazitätsauslastung und günstige Geschäftsaussichten lassen die Unternehmen in die Erweiterung ihrer Produktionsanlagen investieren.

Das Wachstum des privaten Verbrauchs hat deutlich auf über 4 Prozent angezogen. In den Jahren 1998 bis 2014 hatte dieses im Schnitt 1,8 Prozent pro Jahr und 2015 rund 2,1 Prozent betragen. Gestützt wird die positive Konsumentwicklung durch die sinkende Arbeitslosigkeit, steigende Löhne und hohes Verbrauchervertrauen.

Für die Bundesrepublik Deutschland ist Slowenien aufgrund seiner Nähe, insbesondere für die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, auch als touristische Destination außerordentlich interessant. Folglich verfügt die Agentur SPIRIT Slowenien über eine eigene Vertretung in München (www.slovenia.info).

Matej Leskovar, Fachmitarbeiter für wirtschaftliche Angelegenheiten
E: matej.leskovar(at)gov.si